Yachten – Kielform, Kimmkieler, Katamarane

Moody 35 mit Kimmkiel

Trockenfallen auf dem Watt mit einem Plattbodenschiff

Neben den „klassischen“ Einrumpfbooten mit einem Kiell in der Schiffsmitte gibt es auch noch Kimmkieler und Katamarane:
Kimmkieler haben 2 Kiele die jeweils leicht schräg nach außen zeigen. Der Vorteil dieser zwei Kiele ist, dass Kimmkieler trockenfallen können und dann noch stabil stehen, während Einkieler dann zur Seite kippen würden und evtl. mit Wasser volllaufen. Kimmkieler eignen sich somit ideal für Tidengewässer mit ausgeprägter Ebbe und Flut, sind aber auf tidenfreien bzw. -armen Gewässern wie dem Mittelmeer nur sehr selten anzutreffen.
Sie segeln aufgrund der größeren benetzten Oberfläche etwas langsamer und schieben aufgrund ihres geringeren Tiefgangs schneller „Lage“ (Schräglage) und müssen deshalb schneller gerefft werden und laufen nicht so gut am Wind wie vergleichbare Einkieler.
Katamarane mit ihren zwei Rümpfen zeichnen sich durch geringere benetzte Oberfläche aus, was sich geschwindigkeitstechnisch günstig auswirkt: Katamarane erreichen bei gleicher Wasserlinienlänge ca. die 1,5fache Geschwindigkeit, allerdings nur bei geringer Beladung.
Katamarane sind gewichtsempfindlich: wenn überladen, kann ein Einrümpfer mit gleicher Wasserlinienlänge sogar schneller sein als ein Katamaran.
Durch die beiden Schwimmer liegt ein Katamaran sehr ruhig im Wasser und schiebt kaum Lage. Allerdings sollte man sich trotzdem nicht in trügerischer Sicherheit wägen und rechtzeitig reffen, auch wenn ein Fahrtenkatamaran ruhig im Wasser liegt.
Durch ihre Rümpfe haben Katamarane ein Deckshaus in Cockpithöhe, was sehr angenehm sein kann.

Lagoon - Katamaran

Lagoon – Katamaran

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