Welle

Fast charakteristisch fürs Segeln auf offener See ist die Welle, im Allgemeinen das Ergebnis des über das Meer „streifenden“ Windes.
Segler versuchen im Allgemeinen, dort zu segeln, wo die Wellenhöhe relativ gering ist. Dadurch reduziert sich der bremsende Widerstand der gegen das Boot schlagenden Wellen.
Zum Beispiel ist es bei ablandigem Wind ratsam, nahe an der Küste zu segeln, weil das Boot bei geringer Wellenhöhe schneller laufen kann.
Natürlich dürfen weitere Faktoren nicht unberücksichtigt bleiben. So ist etwa an einer steilen Felswand mit starken Fallböen und bei leichtem Wind mit Abschattungseffekten und folglich noch schwächerem Wind zu rechnen.
Interessant zu wissen ist, dass Untiefen dafür sorgen können, dass Wellen brechen und im Anschluß an die Untiefe spiegelglatte See ist. Das heißt dass nur wenige Meter nach einer „waschmaschinenartigen“ Brecherzone absolut ruhige See sein kann.
Auch Schiffe die versuchen mit Rumpfgeschwindkeit zu fahren, aber aufgrund baulicher Auslegung in Verdrängfahrt verbleiben, ziehen riesige Wellen nach sich her, die letztlich überschüßige und ungenutzte Energie darstellt.

Die Rumpfgeschwindigkeit errechnet sich näherungsweise aus der Quadratwurzel der Wasserlinienlänge in Metern multipliziert mit dem Faktor 4,5 (Ergebnis in Kilometern pro Stunde) oder 2,43 (Ergebnis in Knoten)

V_{\max} = 2{,}43 \cdot \sqrt{L}

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