Sicherheit an Bord

Sicherheit

Todesursache Nummer 1

Überbordpinkeln bei Nachtfahrten ist Todesursache Nummer 1 beim Segeln. Deshalb auch bei leichtem Wind bei Nachtfahrten oder wann auch immer kein anderer mit an Deck ist stets Lifelines tragen.

Sicherheit an Bord

Es mag unglaublich klingen, aber es ist wahr: bei stabiler Wetterlage, schönstem Wetter und vorhergesagtem leichten Wind können scheinbar aus dem Nichts Sturmböen entstehen, die bei voller Besegelung eine Yacht (v.a. bei einem unerfahrenem Rudergänger) leicht so sehr krängen, dass es der Besatzung nicht mehr möglich ist, sich im Cockpit irgendwo festzuhalten. Es kommt sicherlich nicht in jedem Revier mit gleicher Häufigkeit vor, aber es gibt Reviere, die für solche Wetterphänomene fast schon berüchtigt sind (Beispiel: plötzlich auftretende Starkwinde im äolischen Dreieck, Bora in Kroatien, die allerdings nicht völlig unerwartet auftritt, wenn man ihre Vorboten kennt).

Aus diesem Grund sollte unter Segeln stets Sicherungsgeschirr getragen werden („Lifelines“). Denn wenn man nicht von Bord gehen kann, da gesichert, kann einem schon weitaus weniger passieren.
Rettungswesten (auch automatische) bieten nur einen bedingten, zusätzlichen Schutz, da es sehr schwierig sein kann, einen Überbordgefallenen bei Seegang und Sturm zu bergen, vor allem wenn der Überbordgefallende nicht aktiv mithelfen kann (da z.B. ohnmächtig, in Panik…).
Also: besser gesichert sein und nicht über Bord fallen können.
Eine eigene Automatikweste ist beim Segeln sehr vorteilhaft, weil sie nicht so globig ist wie eine Feststoffweste und die Bewegungsfreiheit beim Segeln nicht einschränkt. Das bedeutet, dass man weniger widerwillig sein wird, eine Automatikweste auch bei Schönwetter zu tragen.
Grundsätzlich gilt: nur getragene Rettungswesten/Schwimmhilfen bieten Schutz, im Kabinenschrank sind sie völlig nutzlos.

Infos zur Sicherheitsausrüstung gibt es in der Kategorie Sicherheit.

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