Schmetterlingssegeln

Beim Schmetterlingssegeln segelt man mit Widerstand – versucht also dem Wind den größtmöglichen Widerstand entgegenzusetzen. Das ist nicht gerade der schnellste Kurs, deshalb werden vor allem Katamarane Raumschotskurse bevorzugen.
Zum Schmetterlingssegeln benötigt man viel freien Seeraum, weil es etwas länger dauert als sonst um ein Auszuweichmanöver zu fahren, da zunächst Bullenstander und Ausbaumer zu entfernen sind und ist deshalb auf Segelyachten nicht immer anzutreffen.
Während das Großssegel per Bullenstander auf der einen Schiffsseite fixiert wird, wird das Vorsegel auf der anderen Schiffsseite gesetzt. Per Ausbaumer verbindet man das Schothorn des Vorsegels mit einer Einpicköse am Mast. Bei größeren Segeln und bei stärkerem Wind kann es wegen der großen Segelfläche sehr anspruchsvoll sein, den Ausbaumer zu montieren, weshalb große Segelyachten seltener Ausbaumer an Bord haben als kleinere Segelboote.
Weil man viel freien Seeraum zum setzen und bergen von Bullenstander und Ausbaumer benötigt, und auch wegen der mittelmäßigen Geschwindigkeit, die man auf solchen Kursen erwarten kann, wird oft auf andere Möglichkeiten zurückgegriffen. Dazu kann ein Spinnaker oder Blister (praktisch eine größere, bauchige Genua) gesetzt werden, vor allem bei leichterem Wind.
Bei mehr Wind genügt es bei manchen Yachten oft nur unter Vorsegel zu segeln.
Ansonsten kann auch unter Groß und Vorsegel gefahren werden, allerdings ist dann meist nur ein Winkel von 120° zum Wind möglich, anstatt der 180° auf Vorm-Wind-Kurs. Die wird aber durch die erhöhte Geschwindigkeit auf diesen Kursen kompensiert.

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