Rettungsinsel

Für manche Segler scheint die Rettungsinsel fälschlicherweise eine Art Heiliger Gral zu sein.
Dabei muss man sich bewusst sein, dass eine noch halbwegs schwimmende Yacht um einiges sicherer ist als eine kleine wackelige Rettungsinsel.
Außer bei einem Brand an Bord, der mit keinen Mitteln mehr unter Kontrolle gebracht werden kann oder beim Sinken der Yacht sollte man also den Zeitpunkt, in die Rettungsinsel zu steigen, so weit wie möglich herauszögern (siehe Fastnet-Regatta).
Wenn doch benötigt, wird die Rettungsinsel, die an Bord an einem möglichst gut zugänglichen Ort an Deck aufbewahrt wird, zunächst entzurrt.
Die Leine der Rettungsinsel wird an Bord befestigt, dann wird die Rettungsinsel über Bord geworfen, die Reißleine gezogen – und die Rettungsinsel bläßt sich vollautomatisch auf.
Anschließend steigt die Mannschaft in die Rettungsinsel und kappt die Verbindung zum „Mutterschiff“.
Notfalls – also beim Sinken der Yacht – würde die Leine zwischen Yacht und Rettungsinsel an einer Sollbruchstelle reißen.
Wichtig an Bord der Rettungsinsel ist neben Proviant auch eine Seenotfunkbake (EPIRB). Sie sendet, sobald ihre Antenne ausgeklappt wird, vollautomatisch ein Seenotsignal mit GPS-Position und Identität der Yacht an die Einsatzkräfte. Per Homing-Signal können Rettungsfahrzeuge vor Ort das EPRIB orten.

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