Panik an Bord?

Besonders unangenehm ist es, wenn der Skipper selbst panisch wird, da sich dann die Panik auch auf die Crew überträgt.
Ein guter Skipper sollte in allen Situationen die Ruhe bewahren und stets sachlich Kommandos geben. Das sorgt für ein gutes Rundumgefühl der Crew.
Bei Problemen in einen Schock zu verfallen, oder nur „vor sich herzuschimpfen“ ist kontraproduktiv.
Man sollte sich im Klaren sein, dass fast immer genug Zeit ist, sich zu vergewissern:
Zieht ein Sturm auf See auf und möchte man die Segel bergen – sind die Schoten im Wasser und könnten in die Schraube kommen?
Braucht ein Mitsegler beim Hafenmanöver länger als der Skipper, um einen Knoten zu vollenden, sollte man sich im Klaren sein, dass man außer bei Sturm fast alle Zeit der Welt hat, sobald eine Leine mal halbwegs fest ist.
Es ist völlig unnötig, die Segler auf den Nachbarschiffen mit einem flotten Manöver zu beeindrucken, wenn dafür ein Stress-Klima geschaffen wird.
Selbiges gilt für Ankermanöver: lieber ein paar Mal öfters ankern und wissen, dass der Anker hält als Imponiergehabe an den Tag legen.
Als Mitsegler sollte man stets wissen: es gibt aus praktisch jeder Situation einen Weg, Besatzung und Boot sicher in einen Hafen zu bringen. Und mit vielen Seemeilen an Erfahrung wird der Skipper auch problemlos jede Situation meistern.

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