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Energiesparen an Bord

An Bord einer Yacht hat man – sofern man nicht in einer Marina liegt und Landstrom bezieht – nur begrenzt Energie zur Verfügung. Um nicht ständig den Notstromgenerator laufen lassen zu müssen bzw. den Motor laufen zu lassen, um mit Hilfe der Lichtmaschine die Batterien zu laden sollte man zum einen Energie sparen und zum anderen Strom aus regenerativen Energien gewinnen. Hierzu einige Tipps:

Strom sparen: Salonbeleuchtung unter Deck sollte mit LEDs erfolgen. Die in Yachten vom Hersteller verbauten Lampen sind selten energiesparend. Werden die Glühbirnen durch LEDs ersetzt, senkt das bereits drastisch den Stromverbrauch.

Sonnenenergie nutzen: Solarpanele an Deck sind vor allem in sonnigen Ländern eine hervorragende Energiequelle. Allerdings sind die Flächen, an denen Solarpanele an Deck montiert werden können knapp. Aufgrund der Schiffsbewegungen ist es absolut wichtig, das die Solarpanele fest montiert sind, so dass sie nicht verrutschen oder von überkommenden Wellen losgerissen werden. Ist eine feste Sprayhood vorhanden, biete sich diese an um Solarpanele daran fest zu montieren. Oft findet man auch feste Trägerkonstruktionen (bei Katamaranen oft über dem Beiboot-Davits am Heck) für Solarpanele. Seltener findet man an der Reling hochkant montierte Solarpanele. Diese Lösung hat den Vorteil, dass durch die Montage an der Reling kein wertvoller Platz an Deck verloren geht. Der Nachteil, dass im allgemeinen nur eine Seite sonnenzugewandt ist und so Energie liefert kann durch eine größere Fläche von Solarmodulen kompensiert werden. Vor allem bei Yachten, die wenig vor Anker liegen und viel Strecke segeln ist diese Lösung günstig, da unter Segeln bei leicher Schräglage die Sonne direkt auf die Solarpanele scheint und es an der Relingsaußenseite zu keinerlei Abschattung des Solarpanels kommt.

Windenergie nutzen: Auch ein Windgenerator kann an Bord zur Stromerzeugung genutzt werden. Bei der Kaufentscheidung sollte man darauf achten, sich für ein laufruhiges Modell zu entscheiden.

Energiespeicherung: Idealerweise sollte auf Langfahrt der durchschnittliche tägliche Stromverbrauch (Kühlschrank, Licht, Autopilot, Navigationselektronik etc.) in etwa dem täglich gewonnen Strom entsprechen (Lichtmaschine des Motors, Solarpanele, Windgenerator etc.), so dass man mit relativ klein-dimensionierten Batterien auskommt.

Kochgas

Zum Kochen wird in vielen Yacht-Pantrys Gas verwendet. Aus Sicherheitsgründen sollte der Gashahn geschlossen sein, wenn gerade nicht gekocht wird.

Gasflaschen aufzufüllen ist je nach Land günstig bis sehr teuer. In Italien ist Campinggaz sehr viel teurer als z.B. in Malta oder Griechenland.

 

Brauchwasser an Bord

Yachten sind mit Wassertanks ausgestattet, allerdings ist die Menge an Wasser natürlich begrenzt. Auf Fahrtenyachten findet man oft kleine Entsalzungsanlagen, damit Süßwasser autark gewonnen werden kann.
Im Allgemeinen sollte man trotzdem sparsam mit Wasser umgehen, wenn man nicht nur Marinas anlaufen möchte, denn Wassertanken kann zeitintensiv sein.

Seeventile

Seeventile sind an den Stellen angebracht, wo Wasser unter oder an der Wasserlinie ins oder aus dem Schiff kommt.
Beim Segeln sind manche davon zu schließen, üblicherweise die Seeventile für das WC und evtl. fürs Waschbecken und Duschabsaugpumpe.
Zu beachten ist allerdings, dass die Seeventile nach dem Segeln wieder geöffnet werden müssen.

Innendusche / Außendusche

Auf vielen Yachten findet man auf der Badeplattform eine Außendusche, mit der man sich nach dem Baden kurz das Salz von der Haut spülen kann.
Der Vorteil der Außendusche gegenüber den Innenduschen ist auch, dass die Dusche anschließend nicht getrocknet werden braucht.
Bei kühlerer Witterung wird man wohl die Innendusche bevorzugen.

Bordtoilette

Bordtoilette

Bordtoiletten sind aufgrund des geringen Durchmessers des Abflusses sehr empfindlich gegen alles, was ins WC geworfen wird, wie Toilettenpapier, Binden etc.
Deshalb gibt es im WC meist Mülleimer/-tüten, um diese Dinge zu entsorgen.
Um das WC zu spülen, zunächst sicherstellen, dass der Hebel so steht, dass in den Fäkalientank gepumpt wird bzw. die Seeventile offen sind, und zwar zwei Seeventile: WC Einlass und WC Auslass.
Hinweis: Hebel längs zur Leitung heißt offen, quer zur Leitung heißt geschlossen.
Der Hebel am WC hat zwei Position Spülen (1) und leer pumpen (0).
Zum Spülen stellt man zunächst den Hebel in Position (1) und beginnt zu pumpen und stellt dann zurück auf (0) und pumpt dann die Kloschüssel leer.
Im Folgenden sollte man zwischen den Positionen (0) und (1) alternieren und stets pumpen.
Am Ende stellt man den Hebel auf (0) und pumpt das WC solange leer bis nur noch wenig Wasser im WC verbleibt.
Man sollte das WC möglichst nicht komplett leerpumpen, da dann Luft in die Leitungen dringt und man nur noch durch sehr „hochfrequentes“ Pumpen wieder Wasser ansaugen kann.
Beei geringer Fahrt durchs Wasser sollte idealerweise das Spülen nach ca. 10 Pumpschlägen unterbrochen werden und nach ca. 2 Minuten fortsetzen um „sauberes Spülwasser“ anzusaugen.

Seeklar machen

Das eigene Gepäck, Küchenutensilen etc. sollten beim Segeln gut und sachgemäß verstaut werden, damit sie nicht bei Schräglage herunterfallen können.
Auch wenn leichter Wind vorhergesagt ist, bitte stets berücksichtigen, dass lokale Küsteneffekte etc. schnell mal für knapp 30° Schräglage sorgen könnten, dementsprechend immer auf Nummer sicher gehen.

Stauraum an Bord

Wer das erste mal auf einer Yacht segelt, wird sich wundern wo man überall Dinge verstauen kann: Im Tisch, unter fast jeder Sitzbank, in Backskisten im Cockpit, unter Bodenbrettern usw.
Trotzdem ist an Bord Raum Mangelware. Deshalb sollte man sich beim Packen stets sorgfältig überlegen, ob man alles auch wirklich braucht und mit leicht verstaubaren Seesäcken oder faltbaren Reisetaschen statt Reisekoffer mit Hartkunstoffschale reisen.

Energie an Bord

Charteryachten sind in der Regel nicht energietechnisch optimiert. So können bereits einige Kabinenlichter die Batterie in die Knie zwingen.
Langzeitsegler hingegen haben ihre Yachten oft energietechnisch so optimiert, dass man auch autark in einer Bucht liegen kann und sich dabei selbst mit Strom versorgt. Dazu zählt die LED-Innenbeleuchtung ebenso wie erneuerbare Stromquellen wie Solarpanele und Windgeneratoren.
Wer allerdings ohnehin vor hat, Marinas anstatt Ankerbuchten anzulaufen und auch viel motort, muss sich über Energieengpässe weniger Gedanken machen.

Kühlschrank an Bord

Die meisten Yachten haben einen elektrisch betriebenen Kühlschrank an Bord. Mit Landstrom in Marinas oder unter Motor steht genügend Strom bereit, um den Kühlschrank zu betreiben.
Unter Segeln und vor Anker kann es allerdings mit dem Strom knapp werden, es sei den man gewinnt Strom durch Solarpanele oder Windgeneratoren.
Mit einer ausreichenden Zahl an Solarpanelen kann der Kühlschrank im Dauerbetrieb auch ohne Landstrom und Motor laufen.
Auf dem Meer herrscht im Allgemeinen hohe Luftfeuchtigkeit, die beim Öffnen des Kühlschranks in den Kühlschrank strömt und dort kondensiert. Deshalb sind Bootskühlschränke oftmals im Inneren feucht.
Deshalb sollte dem Bordkühlschrank nicht so sehr vertraut werden wie dem Kühlschrank zu Hause und Produkte die gekühlt werden müssen nicht unnötigerweise auf Vorrat kaufen.