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Reiseapotheke

Reiseapotheke

Medikamente sind kühl zu lagern. Vor der Reise für gute Etikettierung
sorgen und Verfallsdatum beachten. Alles für Kinder unerreichbar aufbewahren.
In warmen Ländern können Sprühdosen explodieren und Zäpfchen schmelzen.

Folgende Medikamente sollten mit auf die Reise gehen:

  • Reisekrankheit (Super Pep)
  • Insektenschutzmittel (Autan)
  • Schmerzmittel
  • Magenbeschwerden
  • Sodbrennen
  • Durchfall
  • Sonnenschutzmittel
  • Salbe zur Behandlung von Prellungen
  • Wundsalbe
  • Wunddesinfektion (Jod)
  • Fußpilz
  • Augentropfen
  • Fieberthermometer

Verbandszeug
Mullbinden, elastische Binden, Verbandpäckchen, Pflaster

Langstreckensegeln

Überfahrten, oft auch Hand gegen Koje (Mitsegler zahlt nur Bordkassen-Beitrag und keine Törngebühr), erfordern großes Durchhaltevermögen der Crew.
Man muss auf jedes Wetter eingestellt sein, von Flaute bis zu Starkwind/Sturm. Beide Wind-Extreme fordern die Mannschaft:
Ohne stabilisierendem Segel bei Flaute kann eine Yacht sehr stark schwanken und bei Sturm kann die Schräglage, das Schwanken und in-die-Welle-schlagen des Bootes nervenaufreibend sein und auch wer sich zuvor für seefest hielt, bekommt dann leicht ein flaues Gefühl im Magen.
Zudem erfordert ein Langstreckentörn ein großes Maß an Disziplin: man ist auf engstem Raum mit „Fremden“, und muss dann auch schon mal kompromissbereit sein und sollte nicht immer seinen Willen durchsetzen wollen.
Deshalb gilt, dass Anfänger von längeren Überfahrten erstmal die Finger davon lassen sollten und stattdessen ihre Seetauglichkeit bei einem Törn in Küstennähe erproben sollten.
Für Segler, die diese Bedingungen erfüllen ist eine längere Überfahrt aber ein unvergessliches Erlebnis: Fremde Länder, ja Kontinente allein mit der Kraft des Windes zu erreichen – vielleicht sogar ganz ohne Motor; nach Tagen oder Wochen endlich wieder Land am Horizont zu sehen, sind Eindrücke, die man so schnell nicht wieder vergessen wird.
Und: anders als jede Reise per Flugzeug, Bus, Auto oder Bahn ist ein Segeltörn über weite Strecken nicht planbar: es werden fast immer Dinge passieren, die unvorhergesehen waren und der Reiz des Segelns liegt nun darin, diese Situationen zu meistern. Ein guter Kontrast zum sonst so durchplanten Alltag.

Hand gegen Koje — Mitsegeln — Kojencharter

Bei Hand gegen Koje-Angeboten bietet der Skipper eine Koje an Bord seiner Yacht gegen Arbeitsleistung.
Wie diese Arbeitsleistung definiert ist, ist unterschiedlich, aber es können Reparaturen damit gemeint sein oder auch nur Wachübernahme auf einer längeren Überfahrt.
Im Allgemeinen muss trotzdem noch in die Bordkasse eingezahlt werden, wobei der Skipper oft freigehalten wird, also nicht in die Bordkasse einzahlt.
Beim Kojencharter mietet man eine Kabine oder Koje an Bord eines Schiffes. Als zahlender Gast hat man hierbei ein relativ großes Mitspracherecht

Salzwasser

Grundsätzlich sollte man vermeiden, mit salziger nasser Wäsche unter Deck zu sein, da dadurch Sitzpolster, Matratzen, Bodenbretter etc. salzig werden.
Salz zieht Feuchtigkeit derart an, dass bei hoher Luftfeuchtigkeit die Bodenbretter ständig mit einem rutschigen Salzwasserfilm überzogen sind.
Feuchte Sitzpolster und Matratzen fangen in kürzester Zeit an zu schimmeln und in einem fremden Land haben Eigner / Skipper kaum die Möglichkeit, Schaumgummi zu waschen und anschließend zu trocknen.

Wäschewaschen an Bord

An Bord gibt es in der Regel keine Waschmaschine, so dass man bei längeren Törns auf Handwäsche zurückgreifen muss oder die Wäsche zur Wäscherei bringen muss.
Die Wäsche im Salzwasser zu Waschen ist keine gute Idee. Das Salz sorgt dafür, dass die Wäsche klamm und feucht ist.

Zeitumstellung

Bei Törns sollte man stets im Auge behalten, dass evtl. die Zeit umgestellt werden muss, z.B. wenn das Ziel des Törns in einer anderen Zeitzone liegt.

Hier finden Sie die aktuellen Uhrzeiten aller Länder weltweit:

www.zeitzonen.de

Tagesdauer

Wer in südlichen Ländern segelt, sollte Folgendes wissen:

Je näher man dem Äquator kommt, desto kürzer werden die Tage im Sommer und desto länger werden die Tage im Winter.
Direkt am Äquator dauert der Tage ganzjährig 12 Stunden und die Nacht immer 12 Stunden, vom Äquator polwärts wird der Unterschied der Tagesdauer im Sommer und im Winter immer größer.

Baden

Yachten sind mit Antifouling beschichtet, das den Bewuchs verhindern soll. Kommt man ans Unterwasserschiff, färbt die Antifouling außer bei speziellen Hartantifoulingsorten ab, weshalb man den Kontakt mit dem Unterwasserschiff vermeiden sollte. Liegt das Boot schon längere Zeit im Wasser, so können scharfkantige Muscheln das Unterwasserschiff besiedeln –> Verletzungsgefahr
Wird während des Segelns gebadet, immer darauf achten, dass der Skipper Bescheid weiß und stets ein wachsames Auge auf den Schwimmenden wirft. Zu schnell verliert man den Kontakt zum Boot, auch wenn man sich an der Badeleiter festhält und sich nachziehen lässt und ist anschließend nur schwer wieder aufzufinden.

Rauchen an Bord

Die Regelungen ob Rauchen an Bord gestattet ist, sind vielfältig. Auf vielen Yachten ist Rauchen unter Deck untersagt.
Wenn ein striktes Rauchverbot an Bord besteht, können Raucher bei Landgängen zum Rauchen gehen.
Zu beachten ist allerdings, das sofern Rauchen an Deck gestattet ist, beim Segeln der Rauch in die Kabinen ziehen kann.

Bordkasse

In die Bordkasse zahlen alle Mitsegler zu gleichen Teilen ein. Je nach Vereinbarung wird der Skipper freigehalten, zahlt also nicht in die Bordkasse ein oder aber der Skipper beteiligt sich auch an der Bordkasse. Daraus werden dann Ausgaben bestritten wie Essen, Trinken, Motorstunden, Liegegebühren in Marinas etc.
Restaurantbesuche und Getränke an Land sind in der Regel Privatsache, also aus der eigenen Tasche zu bezahlen.
Haben Mitsegler gemeinsame Interessen (z.B. sie wollen alle gemeinsam Essen gehen) kann auch in diesem Fall die Bordkasse verwendet werden.