Archiv nach Kategorien: Yachtsegeln

Reiseapotheke

Reiseapotheke

Medikamente sind kühl zu lagern. Vor der Reise für gute Etikettierung
sorgen und Verfallsdatum beachten. Alles für Kinder unerreichbar aufbewahren.
In warmen Ländern können Sprühdosen explodieren und Zäpfchen schmelzen.

Folgende Medikamente sollten mit auf die Reise gehen:

  • Reisekrankheit (Super Pep)
  • Insektenschutzmittel (Autan)
  • Schmerzmittel
  • Magenbeschwerden
  • Sodbrennen
  • Durchfall
  • Sonnenschutzmittel
  • Salbe zur Behandlung von Prellungen
  • Wundsalbe
  • Wunddesinfektion (Jod)
  • Fußpilz
  • Augentropfen
  • Fieberthermometer

Verbandszeug
Mullbinden, elastische Binden, Verbandpäckchen, Pflaster

Energiesparen an Bord

An Bord einer Yacht hat man – sofern man nicht in einer Marina liegt und Landstrom bezieht – nur begrenzt Energie zur Verfügung. Um nicht ständig den Notstromgenerator laufen lassen zu müssen bzw. den Motor laufen zu lassen, um mit Hilfe der Lichtmaschine die Batterien zu laden sollte man zum einen Energie sparen und zum anderen Strom aus regenerativen Energien gewinnen. Hierzu einige Tipps:

Strom sparen: Salonbeleuchtung unter Deck sollte mit LEDs erfolgen. Die in Yachten vom Hersteller verbauten Lampen sind selten energiesparend. Werden die Glühbirnen durch LEDs ersetzt, senkt das bereits drastisch den Stromverbrauch.

Sonnenenergie nutzen: Solarpanele an Deck sind vor allem in sonnigen Ländern eine hervorragende Energiequelle. Allerdings sind die Flächen, an denen Solarpanele an Deck montiert werden können knapp. Aufgrund der Schiffsbewegungen ist es absolut wichtig, das die Solarpanele fest montiert sind, so dass sie nicht verrutschen oder von überkommenden Wellen losgerissen werden. Ist eine feste Sprayhood vorhanden, biete sich diese an um Solarpanele daran fest zu montieren. Oft findet man auch feste Trägerkonstruktionen (bei Katamaranen oft über dem Beiboot-Davits am Heck) für Solarpanele. Seltener findet man an der Reling hochkant montierte Solarpanele. Diese Lösung hat den Vorteil, dass durch die Montage an der Reling kein wertvoller Platz an Deck verloren geht. Der Nachteil, dass im allgemeinen nur eine Seite sonnenzugewandt ist und so Energie liefert kann durch eine größere Fläche von Solarmodulen kompensiert werden. Vor allem bei Yachten, die wenig vor Anker liegen und viel Strecke segeln ist diese Lösung günstig, da unter Segeln bei leicher Schräglage die Sonne direkt auf die Solarpanele scheint und es an der Relingsaußenseite zu keinerlei Abschattung des Solarpanels kommt.

Windenergie nutzen: Auch ein Windgenerator kann an Bord zur Stromerzeugung genutzt werden. Bei der Kaufentscheidung sollte man darauf achten, sich für ein laufruhiges Modell zu entscheiden.

Energiespeicherung: Idealerweise sollte auf Langfahrt der durchschnittliche tägliche Stromverbrauch (Kühlschrank, Licht, Autopilot, Navigationselektronik etc.) in etwa dem täglich gewonnen Strom entsprechen (Lichtmaschine des Motors, Solarpanele, Windgenerator etc.), so dass man mit relativ klein-dimensionierten Batterien auskommt.

Bootsmannsstuhl

Vom Masttop hat man eine hervorragende Aussicht und da dort oben auch manchmal Reparaturen nötig sind, gehört der Bootsmannsstuhl zur Ausrüstung vieler Yachten.

Es wird ein Fall oder die Dirk am Bootsmannsstuhl befestigt und dann wird die entsprechende Leine zu einer Winsch geführt und somit hochgekurbelt.
Der Bootsmannsstuhl kann nur bei sehr ruhiger See verwendet werden, da sonst das Verletzungsrisko zu groß ist.
Wichtig ist, dass sich die Person im Bootsmannsstuhl gut am Mast festhält, um nicht frei schwingen zu können (Verletzungsgefahr).
Während es schwer ist, jemanden „hochzukurbeln“, ist der Weg hinunter an Deck umso leichter – gesichert auf der Winsch natürlich.

 

Kommunikation an Bord

Wenn mehrere Personen an Bord sind, so ist Kommunikation von besonderer Bedeutung.
Wird eine Information von einer Person gegegeben, so bestätigt die andere Person, durch Wiederholung des Gesagten.
Dadurch ist ausgeschlossen, etwas falsch verstanden zu haben.
Wird etwas nicht verstanden, muss unbedingt nachgefragt werden, nicht einfach drauf loslegen.
Diese Kommunikationsgrundsätze haben sich auch auf die Art wie Manöver gesegelt werden ausgewirkt.
Zum Beispiel wird nicht einfach gewendet, ohne zu fragen ob alle (auch am Manöver Unbeteiligte) „klar“ sind.
Schiffsführer ist der Skipper, folglich sind seinen fachlichen Anweisungen Folge zu leisten. Weisungen des Skippers haben Vorrang vor Weisungen anderer Mitsegler, Marinapersonal oder Passanten am Steg.
Alle Manöver die die Sicherheit des Bootes betreffen (z.B. Hafenmanöver, Annäherung an eine Küste) müssen mit dem Schiffsführer abgesprochen werden.

Langstreckensegeln

Überfahrten, oft auch Hand gegen Koje (Mitsegler zahlt nur Bordkassen-Beitrag und keine Törngebühr), erfordern großes Durchhaltevermögen der Crew.
Man muss auf jedes Wetter eingestellt sein, von Flaute bis zu Starkwind/Sturm. Beide Wind-Extreme fordern die Mannschaft:
Ohne stabilisierendem Segel bei Flaute kann eine Yacht sehr stark schwanken und bei Sturm kann die Schräglage, das Schwanken und in-die-Welle-schlagen des Bootes nervenaufreibend sein und auch wer sich zuvor für seefest hielt, bekommt dann leicht ein flaues Gefühl im Magen.
Zudem erfordert ein Langstreckentörn ein großes Maß an Disziplin: man ist auf engstem Raum mit „Fremden“, und muss dann auch schon mal kompromissbereit sein und sollte nicht immer seinen Willen durchsetzen wollen.
Deshalb gilt, dass Anfänger von längeren Überfahrten erstmal die Finger davon lassen sollten und stattdessen ihre Seetauglichkeit bei einem Törn in Küstennähe erproben sollten.
Für Segler, die diese Bedingungen erfüllen ist eine längere Überfahrt aber ein unvergessliches Erlebnis: Fremde Länder, ja Kontinente allein mit der Kraft des Windes zu erreichen – vielleicht sogar ganz ohne Motor; nach Tagen oder Wochen endlich wieder Land am Horizont zu sehen, sind Eindrücke, die man so schnell nicht wieder vergessen wird.
Und: anders als jede Reise per Flugzeug, Bus, Auto oder Bahn ist ein Segeltörn über weite Strecken nicht planbar: es werden fast immer Dinge passieren, die unvorhergesehen waren und der Reiz des Segelns liegt nun darin, diese Situationen zu meistern. Ein guter Kontrast zum sonst so durchplanten Alltag.

Hand gegen Koje — Mitsegeln — Kojencharter

Bei Hand gegen Koje-Angeboten bietet der Skipper eine Koje an Bord seiner Yacht gegen Arbeitsleistung.
Wie diese Arbeitsleistung definiert ist, ist unterschiedlich, aber es können Reparaturen damit gemeint sein oder auch nur Wachübernahme auf einer längeren Überfahrt.
Im Allgemeinen muss trotzdem noch in die Bordkasse eingezahlt werden, wobei der Skipper oft freigehalten wird, also nicht in die Bordkasse einzahlt.
Beim Kojencharter mietet man eine Kabine oder Koje an Bord eines Schiffes. Als zahlender Gast hat man hierbei ein relativ großes Mitspracherecht

Salzwasser

Grundsätzlich sollte man vermeiden, mit salziger nasser Wäsche unter Deck zu sein, da dadurch Sitzpolster, Matratzen, Bodenbretter etc. salzig werden.
Salz zieht Feuchtigkeit derart an, dass bei hoher Luftfeuchtigkeit die Bodenbretter ständig mit einem rutschigen Salzwasserfilm überzogen sind.
Feuchte Sitzpolster und Matratzen fangen in kürzester Zeit an zu schimmeln und in einem fremden Land haben Eigner / Skipper kaum die Möglichkeit, Schaumgummi zu waschen und anschließend zu trocknen.

Wäschewaschen an Bord

An Bord gibt es in der Regel keine Waschmaschine, so dass man bei längeren Törns auf Handwäsche zurückgreifen muss oder die Wäsche zur Wäscherei bringen muss.
Die Wäsche im Salzwasser zu Waschen ist keine gute Idee. Das Salz sorgt dafür, dass die Wäsche klamm und feucht ist.

Zeitumstellung

Bei Törns sollte man stets im Auge behalten, dass evtl. die Zeit umgestellt werden muss, z.B. wenn das Ziel des Törns in einer anderen Zeitzone liegt.

Hier finden Sie die aktuellen Uhrzeiten aller Länder weltweit:

www.zeitzonen.de

Tagesdauer

Wer in südlichen Ländern segelt, sollte Folgendes wissen:

Je näher man dem Äquator kommt, desto kürzer werden die Tage im Sommer und desto länger werden die Tage im Winter.
Direkt am Äquator dauert der Tage ganzjährig 12 Stunden und die Nacht immer 12 Stunden, vom Äquator polwärts wird der Unterschied der Tagesdauer im Sommer und im Winter immer größer.