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Klima im Mittelmeer

Wer sonniges Klima liebt, für den bietet sich der Mittelmeerraum an. Zu beachten ist allerdings, dass es im August oft Hitzewellen geben kann (mit bis zu 40°C), die für hitzeempfindliche Menschen sehr unangenehm sind.

Grundsätzlich ist es auf See meist kühler als an Land, weil das Meer und der Wind kühlt. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass es bei idealen Temperaturverhältnissen an Bord an Land plötzlich unangenehm heiß ist.
Im Frühjahr (bis ca. Mai/Juni) ist das Meer und folglich die Lufttemperatur noch relativ niedrig, da das Meer lange braucht um sich zu erwärmen.
Dafür ist es gegen Ende der Saison (September/Oktober) ideal zum Segeln, da die Lufttemperaturen niedriger und angenehmer sind während das Meer noch schön warm zum Baden ist.
Je südlicher, desto wärmer. So kann es auf Malta z.B. bis Mitte Dezember ideale Segelbedingungen bei sommerlichen Temperaturen geben, während nördlich von Sizilien bereits Ende September zahlreiche Tiefs weniger Urlaubsfreude aufkommen lassen können.
Von Segeltörns im Januar bis März ist wegen der relativ häufigen Stürme zu dieser Zeit abzuraten, außerdem sind die Temperaturen unangenehm kühl.
Auch im April und Mai wird sicherlich kaum Badelust aufkommen.
Windtechnisch ist es im Hochsommer (Juli, August) im Mittelmeer oft flautig mit Ausnahme von Gegenden mit relativ konstanten Windverhältnissen (z.B: Ägäis mit dem Meltemi), während in der „Vorsaison“ und „Nachsaison“ gute Windverhältnisse anzutreffen sind.

Welle

Fast charakteristisch fürs Segeln auf offener See ist die Welle, im Allgemeinen das Ergebnis des über das Meer „streifenden“ Windes.
Segler versuchen im Allgemeinen, dort zu segeln, wo die Wellenhöhe relativ gering ist. Dadurch reduziert sich der bremsende Widerstand der gegen das Boot schlagenden Wellen.
Zum Beispiel ist es bei ablandigem Wind ratsam, nahe an der Küste zu segeln, weil das Boot bei geringer Wellenhöhe schneller laufen kann.
Natürlich dürfen weitere Faktoren nicht unberücksichtigt bleiben. So ist etwa an einer steilen Felswand mit starken Fallböen und bei leichtem Wind mit Abschattungseffekten und folglich noch schwächerem Wind zu rechnen.
Interessant zu wissen ist, dass Untiefen dafür sorgen können, dass Wellen brechen und im Anschluß an die Untiefe spiegelglatte See ist. Das heißt dass nur wenige Meter nach einer „waschmaschinenartigen“ Brecherzone absolut ruhige See sein kann.
Auch Schiffe die versuchen mit Rumpfgeschwindkeit zu fahren, aber aufgrund baulicher Auslegung in Verdrängfahrt verbleiben, ziehen riesige Wellen nach sich her, die letztlich überschüßige und ungenutzte Energie darstellt.

Die Rumpfgeschwindigkeit errechnet sich näherungsweise aus der Quadratwurzel der Wasserlinienlänge in Metern multipliziert mit dem Faktor 4,5 (Ergebnis in Kilometern pro Stunde) oder 2,43 (Ergebnis in Knoten)

V_{\max} = 2{,}43 \cdot \sqrt{L}

Küsteneffekte

Bei Annäherung an die Küste ist zu beachten, dass der Wind durch Küsteffekte beeinflusst werden kann.
An steilen Küsten ist mit starken Fallböen zu rechnen, die die Hänge „hinabfallen“.
Täler oder Senkungen bei Gebirgen können den Wind „tunneln“, so dass auf der Leeseite der Küste der Wind ein vielfaches der Stärke erreicht als an der Luvseite.