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ABC-Inseln im Karibischen Meer

 

Die Urlaubsinseln Aruba (107.000 Einwohner), Bonaire (14.000 Einwohner) und Curaçao (142.000 Einwohner) gehören zu den niederländischen Antillen mit traumhaften Sandstränden, kristallklaren Wassers und tollen Tauchgebieten mit angenehmen Wassertemperaturen. Die Inseln liegen vor der Küste Venezuelas – ist immer eine Reise wert. Durchschnittstemperatur von ca. 27 °C herrschen das ganz Jahr über.

 

 

 

Der vom Passatwind gebeugte Divi-Divi-Baum

 

Reiseapotheke

Reiseapotheke

Medikamente sind kühl zu lagern. Vor der Reise für gute Etikettierung
sorgen und Verfallsdatum beachten. Alles für Kinder unerreichbar aufbewahren.
In warmen Ländern können Sprühdosen explodieren und Zäpfchen schmelzen.

Folgende Medikamente sollten mit auf die Reise gehen:

  • Reisekrankheit (Super Pep)
  • Insektenschutzmittel (Autan)
  • Schmerzmittel
  • Magenbeschwerden
  • Sodbrennen
  • Durchfall
  • Sonnenschutzmittel
  • Salbe zur Behandlung von Prellungen
  • Wundsalbe
  • Wunddesinfektion (Jod)
  • Fußpilz
  • Augentropfen
  • Fieberthermometer

Verbandszeug
Mullbinden, elastische Binden, Verbandpäckchen, Pflaster

Energiesparen an Bord

An Bord einer Yacht hat man – sofern man nicht in einer Marina liegt und Landstrom bezieht – nur begrenzt Energie zur Verfügung. Um nicht ständig den Notstromgenerator laufen lassen zu müssen bzw. den Motor laufen zu lassen, um mit Hilfe der Lichtmaschine die Batterien zu laden sollte man zum einen Energie sparen und zum anderen Strom aus regenerativen Energien gewinnen. Hierzu einige Tipps:

Strom sparen: Salonbeleuchtung unter Deck sollte mit LEDs erfolgen. Die in Yachten vom Hersteller verbauten Lampen sind selten energiesparend. Werden die Glühbirnen durch LEDs ersetzt, senkt das bereits drastisch den Stromverbrauch.

Sonnenenergie nutzen: Solarpanele an Deck sind vor allem in sonnigen Ländern eine hervorragende Energiequelle. Allerdings sind die Flächen, an denen Solarpanele an Deck montiert werden können knapp. Aufgrund der Schiffsbewegungen ist es absolut wichtig, das die Solarpanele fest montiert sind, so dass sie nicht verrutschen oder von überkommenden Wellen losgerissen werden. Ist eine feste Sprayhood vorhanden, biete sich diese an um Solarpanele daran fest zu montieren. Oft findet man auch feste Trägerkonstruktionen (bei Katamaranen oft über dem Beiboot-Davits am Heck) für Solarpanele. Seltener findet man an der Reling hochkant montierte Solarpanele. Diese Lösung hat den Vorteil, dass durch die Montage an der Reling kein wertvoller Platz an Deck verloren geht. Der Nachteil, dass im allgemeinen nur eine Seite sonnenzugewandt ist und so Energie liefert kann durch eine größere Fläche von Solarmodulen kompensiert werden. Vor allem bei Yachten, die wenig vor Anker liegen und viel Strecke segeln ist diese Lösung günstig, da unter Segeln bei leicher Schräglage die Sonne direkt auf die Solarpanele scheint und es an der Relingsaußenseite zu keinerlei Abschattung des Solarpanels kommt.

Windenergie nutzen: Auch ein Windgenerator kann an Bord zur Stromerzeugung genutzt werden. Bei der Kaufentscheidung sollte man darauf achten, sich für ein laufruhiges Modell zu entscheiden.

Energiespeicherung: Idealerweise sollte auf Langfahrt der durchschnittliche tägliche Stromverbrauch (Kühlschrank, Licht, Autopilot, Navigationselektronik etc.) in etwa dem täglich gewonnen Strom entsprechen (Lichtmaschine des Motors, Solarpanele, Windgenerator etc.), so dass man mit relativ klein-dimensionierten Batterien auskommt.

Bootsmannsstuhl

Vom Masttop hat man eine hervorragende Aussicht und da dort oben auch manchmal Reparaturen nötig sind, gehört der Bootsmannsstuhl zur Ausrüstung vieler Yachten.

Es wird ein Fall oder die Dirk am Bootsmannsstuhl befestigt und dann wird die entsprechende Leine zu einer Winsch geführt und somit hochgekurbelt.
Der Bootsmannsstuhl kann nur bei sehr ruhiger See verwendet werden, da sonst das Verletzungsrisko zu groß ist.
Wichtig ist, dass sich die Person im Bootsmannsstuhl gut am Mast festhält, um nicht frei schwingen zu können (Verletzungsgefahr).
Während es schwer ist, jemanden „hochzukurbeln“, ist der Weg hinunter an Deck umso leichter – gesichert auf der Winsch natürlich.

 

Kommunikation an Bord

Wenn mehrere Personen an Bord sind, so ist Kommunikation von besonderer Bedeutung.
Wird eine Information von einer Person gegegeben, so bestätigt die andere Person, durch Wiederholung des Gesagten.
Dadurch ist ausgeschlossen, etwas falsch verstanden zu haben.
Wird etwas nicht verstanden, muss unbedingt nachgefragt werden, nicht einfach drauf loslegen.
Diese Kommunikationsgrundsätze haben sich auch auf die Art wie Manöver gesegelt werden ausgewirkt.
Zum Beispiel wird nicht einfach gewendet, ohne zu fragen ob alle (auch am Manöver Unbeteiligte) „klar“ sind.
Schiffsführer ist der Skipper, folglich sind seinen fachlichen Anweisungen Folge zu leisten. Weisungen des Skippers haben Vorrang vor Weisungen anderer Mitsegler, Marinapersonal oder Passanten am Steg.
Alle Manöver die die Sicherheit des Bootes betreffen (z.B. Hafenmanöver, Annäherung an eine Küste) müssen mit dem Schiffsführer abgesprochen werden.

Sonnenbad und Sonnenbrand

Aufgrund der Reflexion des Wassers ist die Gefahr auf dem Wasser einen Sonnenbrand zu bekommen sehr groß. Deshalb sollten man sich von Anfang an mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor vor einem Sonnenbrand schützen.
Auch wenn Urlaubsbräune verführerisch sein mag: zu groß ist die Gefahr, dass sich die Haut nach einem Sonnenbrand abschält und sich das Hautkrebsrisiko vergrößert.
Wer sich tatsächlich bräunen möchte, sollte bereits Wochen vor dem Törn einige Zeit in der Sonne verbringen, damit sich die Haut auf die Sonne einstellen kann und kann dann mit einem niedrigeren Lichtschutzfaktor in den Urlaub starten, ohne dass es zu einem Sonnenbrand kommt.

 

Sollte es trotz aller Vorsichtsmassnahmen zu einem Sonnenbrand kommen dann sollte erst einmal im Schatten gekühlt werden, ist auch durch eine kühle Dusche oder feuchte Handtücher möglich um die Entzündung einzudämmen. Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen = Entzündungshemmend  in Kombination mit Vitamin C = macht die freien hautschädigenden Radikale unschädlicher die beim Sonnenbad entstehen, so könnte z.B „Aspirin plus C“ helfen. Mit einem starken Sonnenbrand sollte man immer einen Arzt konsultieren.

Panik an Bord?

Besonders unangenehm ist es, wenn der Skipper selbst panisch wird, da sich dann die Panik auch auf die Crew überträgt.
Ein guter Skipper sollte in allen Situationen die Ruhe bewahren und stets sachlich Kommandos geben. Das sorgt für ein gutes Rundumgefühl der Crew.
Bei Problemen in einen Schock zu verfallen, oder nur „vor sich herzuschimpfen“ ist kontraproduktiv.
Man sollte sich im Klaren sein, dass fast immer genug Zeit ist, sich zu vergewissern:
Zieht ein Sturm auf See auf und möchte man die Segel bergen – sind die Schoten im Wasser und könnten in die Schraube kommen?
Braucht ein Mitsegler beim Hafenmanöver länger als der Skipper, um einen Knoten zu vollenden, sollte man sich im Klaren sein, dass man außer bei Sturm fast alle Zeit der Welt hat, sobald eine Leine mal halbwegs fest ist.
Es ist völlig unnötig, die Segler auf den Nachbarschiffen mit einem flotten Manöver zu beeindrucken, wenn dafür ein Stress-Klima geschaffen wird.
Selbiges gilt für Ankermanöver: lieber ein paar Mal öfters ankern und wissen, dass der Anker hält als Imponiergehabe an den Tag legen.
Als Mitsegler sollte man stets wissen: es gibt aus praktisch jeder Situation einen Weg, Besatzung und Boot sicher in einen Hafen zu bringen. Und mit vielen Seemeilen an Erfahrung wird der Skipper auch problemlos jede Situation meistern.

Klima im Mittelmeer

Wer sonniges Klima liebt, für den bietet sich der Mittelmeerraum an. Zu beachten ist allerdings, dass es im August oft Hitzewellen geben kann (mit bis zu 40°C), die für hitzeempfindliche Menschen sehr unangenehm sind.

Grundsätzlich ist es auf See meist kühler als an Land, weil das Meer und der Wind kühlt. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass es bei idealen Temperaturverhältnissen an Bord an Land plötzlich unangenehm heiß ist.
Im Frühjahr (bis ca. Mai/Juni) ist das Meer und folglich die Lufttemperatur noch relativ niedrig, da das Meer lange braucht um sich zu erwärmen.
Dafür ist es gegen Ende der Saison (September/Oktober) ideal zum Segeln, da die Lufttemperaturen niedriger und angenehmer sind während das Meer noch schön warm zum Baden ist.
Je südlicher, desto wärmer. So kann es auf Malta z.B. bis Mitte Dezember ideale Segelbedingungen bei sommerlichen Temperaturen geben, während nördlich von Sizilien bereits Ende September zahlreiche Tiefs weniger Urlaubsfreude aufkommen lassen können.
Von Segeltörns im Januar bis März ist wegen der relativ häufigen Stürme zu dieser Zeit abzuraten, außerdem sind die Temperaturen unangenehm kühl.
Auch im April und Mai wird sicherlich kaum Badelust aufkommen.
Windtechnisch ist es im Hochsommer (Juli, August) im Mittelmeer oft flautig mit Ausnahme von Gegenden mit relativ konstanten Windverhältnissen (z.B: Ägäis mit dem Meltemi), während in der „Vorsaison“ und „Nachsaison“ gute Windverhältnisse anzutreffen sind.

Langstreckensegeln

Überfahrten, oft auch Hand gegen Koje (Mitsegler zahlt nur Bordkassen-Beitrag und keine Törngebühr), erfordern großes Durchhaltevermögen der Crew.
Man muss auf jedes Wetter eingestellt sein, von Flaute bis zu Starkwind/Sturm. Beide Wind-Extreme fordern die Mannschaft:
Ohne stabilisierendem Segel bei Flaute kann eine Yacht sehr stark schwanken und bei Sturm kann die Schräglage, das Schwanken und in-die-Welle-schlagen des Bootes nervenaufreibend sein und auch wer sich zuvor für seefest hielt, bekommt dann leicht ein flaues Gefühl im Magen.
Zudem erfordert ein Langstreckentörn ein großes Maß an Disziplin: man ist auf engstem Raum mit „Fremden“, und muss dann auch schon mal kompromissbereit sein und sollte nicht immer seinen Willen durchsetzen wollen.
Deshalb gilt, dass Anfänger von längeren Überfahrten erstmal die Finger davon lassen sollten und stattdessen ihre Seetauglichkeit bei einem Törn in Küstennähe erproben sollten.
Für Segler, die diese Bedingungen erfüllen ist eine längere Überfahrt aber ein unvergessliches Erlebnis: Fremde Länder, ja Kontinente allein mit der Kraft des Windes zu erreichen – vielleicht sogar ganz ohne Motor; nach Tagen oder Wochen endlich wieder Land am Horizont zu sehen, sind Eindrücke, die man so schnell nicht wieder vergessen wird.
Und: anders als jede Reise per Flugzeug, Bus, Auto oder Bahn ist ein Segeltörn über weite Strecken nicht planbar: es werden fast immer Dinge passieren, die unvorhergesehen waren und der Reiz des Segelns liegt nun darin, diese Situationen zu meistern. Ein guter Kontrast zum sonst so durchplanten Alltag.

Hand gegen Koje — Mitsegeln — Kojencharter

Bei Hand gegen Koje-Angeboten bietet der Skipper eine Koje an Bord seiner Yacht gegen Arbeitsleistung.
Wie diese Arbeitsleistung definiert ist, ist unterschiedlich, aber es können Reparaturen damit gemeint sein oder auch nur Wachübernahme auf einer längeren Überfahrt.
Im Allgemeinen muss trotzdem noch in die Bordkasse eingezahlt werden, wobei der Skipper oft freigehalten wird, also nicht in die Bordkasse einzahlt.
Beim Kojencharter mietet man eine Kabine oder Koje an Bord eines Schiffes. Als zahlender Gast hat man hierbei ein relativ großes Mitspracherecht