Antifouling

Unterwasserschiff nach 2 Monaten im Mittelmeer

Muscheln, Algen etc. haben am Bootsrumpf nichts verloren, denn sie sorgen für Verwirbelungen und reduzieren so die Bootsgeschwindigkeit. Daher am besten jährlich das Unterwasserschiff mit einem für das jeweilige Fahrgebiet und dem Boot passenden Antifouling streichen. Es gibt Hartantifouling, selbstpolierendes und teflonhaltiges Antifouling gegen unerwünschten Bewuchs.

 

Hartantifouling basierend auf Vinylharz mit Kupferverbindungen und organischen, bioaktiven Wirkstoffen.

Mit Teflon-Hartantifouling erzielt man eine extrem glatte Oberfläche und verringert den Reibungswiderstand.
(normalerweise für schnelle Motorboote)

Selbstreinigendes auch selbsterodierendes oder self-polishing genannt gibt es als biologisches Antifouling zinn – und kupferfrei und ist dadurch auch für Aluminium-Rümpfe geeignet.

Selbstreinigendes auch selbsterodierendes oder self-polishing genannt gibt es als kupferhaltiges Antifouling für alle Rumpfmaterialien (Stahl, Holz und GFK) außer Aluminium-Rümpfe. (normalerweise für langsamere Segelboote)

Sandvik Schaber

Sandvik Schaber

Am Saisonende ist eine Reinigung mit dem Hochdruckreiniger alles, was zur Vorbereitung für den nächsten Anstrich getan werden muß. Das Antifouling kann dann direkt auf die vorhandene gut tragfähige alte Antifoulingschicht mit gleichem Material aufgetragen werden.      Sollte es einmal notwendig werden, das alte Antifouling zu entfernen, z.B. wenn es zu dick wird und abblättert, dann mit dem „Sandvik“ – Schaber (68mm) abschaben oder nass mit viel Wasser abschleifen. Auch Abbeizmittel wie „Peel Away oder YachtStrip“ sind im Handel erhältlich. Egal, für welche Methode man sich entscheidet, es ist immer eine mühselige Arbeit, die man am besten einer Fachfirma überlässt.  Vorsicht: Niemals den Schleifstaub einatmen –> Schutzmaske und Schutzanzug tragen.

Unterwasserschiff nach 3 Jahren im Mittelmeer

Unterwasserschiff nach 3 Jahren im Mittelmeer

Bei kurzer Saisondauer (ca. 2-3 Monate im Wasser) hat sich ein nur einmaliger Anstrich bewährt.

Zum Auftragen eignet sich am besten eine Lackierrolle.

Achtung: Zinkanoden – Opferanoden – nicht überstreichen!   Für Metallteile wie Propeller und Antriebswelle gibt es spezielle verträgliche Antifouling.

Ganz neu gibt es die giftfreie Haifischhaut von Vosschemie. Diese kann als Beschichtung von Rümpfen aus GFK, Stahl, Aluminium und Sperrholz eingesetzt werden und ist für Segel- und Motorboote geeignet.

Ein erfahrener Segler, den ich in Griechenland angetroffen habe, hat schon seit 4 Jahren kein neues Antifouling mehr aufgetragen. Er bleibt pro Saison 6-8 Wochen im Wasser und lässt nach dem Rauskranen sein Boot nicht mit Hochdruckreiniger abwaschen. Somit bleibt das Antifouling erhalten. Dies schützt die Umwelt und den Geldbeutel.

Sollte man eine längere Zeit das Boot im Wasser liegen lassen so kann man seinen Propeller gegen Muschelbefall schützen, indem man bei einem Tauchgang den Propeller in einen schwarzen Müllbeutel einpackt. Denn Muscheln brauchen Licht die sie jedoch in der lichtundurchlässigen Mülltüte nicht finden. Vor dem Starten Müllbeutel entfernen nicht vergessen!

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